Berlin – Für die ersten elf Monate des Jahres ergebe sich eine kumulierte Steigerungsrate von 11,5 Prozent, teilte das Bundesfinanzministerium am Donnerstag mit. Der Bund konnte für die ersten elf Monate sogar 14,7 Prozent mehr Steuereinnahmen verbuchen. Grund sei die Erholung am Arbeitsmarkt, die für höhere Lohnsteuer-Einnahmen sorgt.
5 Bilder Spezielle Verbrauchsteuern: Shoppen für den Fiskus
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Die Umsatzsteuern, darunter als wichtigste die im Inland erhobene Mehrwertsteuer, spülten dem Fiskus mit einer Zunahme von 15,9 Prozent außerdem wieder deutlich mehr in die Kassen. Mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent hatte das Kabinett Merkel zu Jahresbeginn die höchste Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik durchgesetzt.
58 Milliarden Euro Einnahmen durch Spezialsteuern
Festliche Steuern: Der Fiskus feiert mit
© DDPDoch auch 19 Prozent Verbrauchsteuer sind in vielen Fällen nicht genug. Besonders bei Artikeln, die gerne zu Weihnachten verschenkt werden, setzt der Fiskus noch eine weitere Steuer obendrauf.
Zur Mehrwertsteuer kommen zum Beispiel noch Branntweinsteuer, Schaumweinsteuer, Tabaksteuer, Energiesteuer oder Alkopopsteuer hinzu. Der Fiskus wird in diesem Jahr aus Energie-, Tabak-, Branntwein- und ähnlichen Steuern voraussichtlich rund 58 Milliarden Euro einnehmen, hat das Institut für deutsche Wirtschaft in Köln (IW) errechnet.
Allein aus der Kaffeesteuer erziele der Bund rund 1 Milliarde Euro Steuereinnahmen. Wer seinen Lieben zusätzlich zur neuen Espressomaschine noch 1 Kilo Arabica-Kaffee für 19 Euro schenke, überweise damit gleichzeitig auch 3,43 Euro an den Fiskus, rechnet das Institut vor. Bei einer guten Flasche Whisky für 69 Euro seien knapp 15 Euro Steuern im Kaufpreis enthalten.
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